Teilleistungsstörungen
Man schätzt, dass. 4 - 8 Prozent aller Schulkinder in Deutschland an Legasthenie (Lese- und/oder Rechtschreibstörung) leiden, etwa weitere 130.000 sind von besonderen Ausfällen im Bereich des Rechnens betroffen. Die am meisten gefährdete Gruppe ist die der 8-11 Jahre alten Schüler. Sie haben ausgeprägte Schwierigkeiten in den Fächern Deutsch oder Mathematik, wobei sie außer in den von den Schwierigkeiten betroffenen Bereichen relativ leicht und erfolgreich zu lernen in der Lage sind. Ihre allgemeine intellektuelle Leistungsfähigkeit ist gut, teilweise sogar überdurchschnittlich.
Bei Legasthenie und Dyskalkulie handelt es sich um eine Reifungsverzögerung derjenigen Basisfunktionen (z.B. Wahrnehmungs- funktionen), die für den altersentsprechenden Aufbau dieser gesellschaftlich relevanten Fähigkeiten verantwortlich sind. Obwohl sie sich bereits vor Schuleintritt entwickeln, ist eine Früherkennung im Vorschulalter nahezu unmöglich. Man kann isolierte Lese-Rechtschreibstörungen oder mathematische Ausfälle eben erst dann diagnostizieren, wenn die Kinder in den entsprechenden Bereichen schulisch auffällig werden, also frühesten am Ende der 1. oder zu Beginn der 2. Jahrgangsstufe.
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